Systemischer Lupus erythematodes – Ayurveda-Kräuterbehandlung

Systemischer Lupus erythematodes, auch Lupus oder SLE genannt, ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem einer Person verschiedene Organe oder Zellen des Körpers angreift und Schäden und Funktionsstörungen verursacht. Diese Erkrankung kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern, ist eine Multisystemerkrankung und durch Rückfälle und Remissionen gekennzeichnet. Genetik und Umweltfaktoren spielen eine große Rolle bei der Entstehung dieser Krankheit.

Die ayurvedische Behandlung von Lupus hängt von der Darstellung der Symptome und der Beteiligung verschiedener Systeme und Organe ab. Da es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, ist es in erster Linie wichtig, die Immunfunktion des Körpers wiederherzustellen. Eine immunmodulatorische Behandlung kann mit Medikamenten wie Ashwagandha (Withania somnifera), Shatavari (Asparagus racemosus), Guduchi (Tinospora cordifolia), Yashtimadhuk (Glycerrhiza glabra), Pippali (Piper longum), Rasna (Pluchea lanceolata) und Manjishtha (Rubia cordifolia) durchgeführt werden.

Laut Ayurveda besteht der Körper aus sieben „Dhatus“ oder Geweben. Es ist wichtig zu sehen, welches Körpergewebe bei einem Patienten mit Lupus am stärksten betroffen ist. Diese Gewebe können dann mit den entsprechenden Medikamenten behandelt werden, um die entstandenen Schäden zu reparieren und die optimale Funktion des Körpers wiederherzustellen.

Je nach betroffenem System oder Organ kann auch eine spezifische ayurvedische Behandlung durchgeführt werden.

Eine Beteiligung des Bewegungsapparates, die zu Gelenk- und Muskelschmerzen sowie avaskulärer Nekrose (insbesondere der Hüft- und Kniegelenke) führt, kann mit Arzneimitteln wie Yograj Guggulu, Trayodashang Guggulu, Maharasnadi Qadha, Laxadi Guggulu und Vishtinduk Vati behandelt werden. Hautausschläge können mit geeigneten lokalen Salben und oralen Medikamenten wie Mahamanjishthadi Qadha, Arogya Vardhini und Saarivasava behandelt werden. Auch Haarausfall kann mit Salben und oralen Medikamenten wie Laxadi Guggulu, Praval Panchamrut und Rasayan Vati behandelt werden.

Eine Nierenbeteiligung kommt bei Lupus sehr häufig vor und sollte mit Medikamenten wie Punarnavadi Qadha, Chandraprabha Vati, Gokshuradi Guggulu und Gomutra Haritaki aggressiv behandelt werden. Eine Beteiligung des Herzens und der Blutgefäße, einschließlich der Erkrankung namens Reynaud-Syndrom, kann mit Arzneimitteln wie Tapyadi Loha, Laxmi Vilas, Brihat Vata Chintamani, Arogya Vardhini, Medohar Guggulu, Laxadi Guggulu, Shrung Bhasma, Arjuna (Terminalia arjuna) und Amalaki behandelt werden . (Emblica officinalis). Eine Beteiligung des Nervensystems kann zu Krämpfen, Lähmungen, Depressionen und Psychosen führen; und kann mit Arzneimitteln wie Brahmi (Bacopa monnieri), Jatamansi (Nardostachys jatamansi) und Sarpagandha (Raulwofia serpentina) behandelt werden.

Eine Lungenbeteiligung kann mit Medikamenten wie Yashtimadhuk, Pippali, Pushkarmool (Inula racemosa) und Sitopaadi Churna behandelt werden. Eine Beteiligung des Blut- und Lymphsystems kann mit Kanchnaar Guggulu, Punarnava Mandoor, Medohar Guggulu, Mahamanjishthadi Qadha, Naagkeshar (Mesua ferrea) und Bilva (Aegle marmelos) behandelt werden. Eine Beteiligung des Magens und des Darms kann mit Arzneimitteln wie Kamdudha Vati, Sutshekhar Rasa, Agnitundi Vati, Triphala (drei Früchte) und Kutki (Picrorrhiza kurroa) behandelt werden. Obwohl die Augen selten betroffen sind, kann die Netzhaut betroffen sein, insbesondere bei Patienten, die Malariamedikamente einnehmen. Eine Netzhautbeteiligung kann mit Triphala, Shatavari und Punarnava (Boerhaavia diffusa) behandelt werden.

Insgesamt können die meisten Patienten mit Lupus mit einer sinnvollen Kombination moderner und ayurvedischer Medikamente recht gut behandelt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass alle diese Patienten regelmäßig von einem qualifizierten und erfahrenen Rheumatologen überwacht und betreut werden sollten.

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